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Keine Mühen scheuen die Mitglieder des Zwettler Museumsvereines, die in vielen freiwilligen Stunden und mit Unterstützung der Fachgruppen „Bau“ und „Holz“ der Polytechnischen Schule Zwettl an der Gestaltung der diesjährigen Sonderausstellung des Stadtmuseums Zwettl arbeiten. „Ziegler, Sandler, Maurersleut’ – Maurerhandwerk und Ziegelbrennerei in Zwettl“ lautet der Titel der Ausstellung, die von 1. Mai bis 31. Oktober 2010 im Stadtmuseum Zwettl (Sparkassenplatz 4, 3910 Zwettl) gezeigt wird. Ausstellungseröffnung am 1. Mai 2010 um 10.00 UhrZur Eröffnung gibt es einen musikalisch umrahmten Festakt, der am 1. Mai 2010 um 10.00 Uhr im Durchgang des Alten Rathauses stattfindet und zu dem alle Interessierten schon heute herzlich eingeladen sind. Die Ausstellung wirft ein Licht auf die Geschichte der Zwettler Maurerzunft, die einst das gesamte mittlere Waldviertel umfasste - von Arbesbach über Groß Gerungs und Zwettl bis Döllersheim und Rastenfeld bzw. von Kirchberg/Walde bis Grafenschlag. Viele Exponate werden erstmals öffentlich gezeigt, so zum Beispiel die aus dem 1651 stammende Zunftlade der Zwettler Maurerinnung sowie zahlreiche Originaldokumente – darunter die ebenfalls aus dem Jahr 1651 datierende Zunftordnung der Maurer. Arbeiten bedeutender Zwettler Baumeister werden vorgestelltWeiters werden die Arbeiten und die Biographien einiger Zwettler Maurermeister vorgestellt, wie zum Beispiel von Mathias Atzmüller, der zwischen 1722 und 1727 am Bau des Stift Zwettler Kirchturmes beteiligt war und unter anderem 1726 die Kapelle in Rudmanns errichtete, oder Johann Reininger, der 1844 die Burg Rastenberg umbaute sowie Ignaz Köck, der 1835 den Zwettler Gemeindearrest in der Florianigasse und 1846 die Bründlkapelle im Kamptal errichtete. Geschichte der Ziegelöfen im Raum Zwettl wird ebenfalls behandeltEin wichtiges Thema sind die vielen kleinen Ziegelöfen, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in der Gegend von Zwettl betrieben wurden, wie zum Beispiel in Böhmhöf, Rudmanns, Ratschenhof und Großglobnitz sowie der städtische Ziegelofen in Moidrams und jener der Herrschaft Propstei. Zahlreiche Ziegel aus den verschiedenen Produktionsstätten rund um Zwettl werden ausgestellt. Ein weiteres Kapitel dieser interessanten Sonderausstellung ist dem erhalten gebliebenen mittelalterlichen Mauerwerk in Zwettl gewidmet: Dazu gehören vor allem das imposante Quadermauerwerk der Propsteikirche und das Bruchsteinmauerwerk der Stadtmauer. Darüber hinaus bietet die Schau auch viele Informationen zum beruflichen Werdegang eines Maurers in früherer Zeit, so z. B. zu den Themen „Aufnahme eines Lehrlings in die Zunft“, „Freisprechung“, „Wanderschaft von Gesellen“ und „Erwerb des Meisterrechtes“. Interessante Leihgaben und ModelleNeben Leihgaben z. B. aus den Archiven der Stadt Horn und des Stiftes Zwettl sowie aus dem Schlossarchiv Rastenberg finden sich in der Sonderausstellung auch der Nachbau eines Ziegelschlagtisches sowie zwei Modelle von Ziegelöfen, mit denen die früher übliche Praxis der Ziegelproduktion veranschaulicht wird. Diese Modelle wurden von Schülern der Polytechnischen Schule Zwettl hergestellt, wie auch andere Einrichtungs- und Dekorationsstücke der Ausstellung. Unterstützung erhielt das Team des Zwettler Museumsvereines auch durch einen Fachmann aus der Baubranche, nämlich durch Ing. Ignaz Hofbauer, der Dekorations- und Ausstellungsstücke zur Verfügung stellte und der - zusammen mit Stadtarchivar Friedel Moll, Obmann-Stellvertreter Dir. Franz Fichtinger und dem Historiker Dr. Thomas Kühtreiber - bei der Gestaltung des Ausstellungskataloges mitwirkte. Information zum gezeigten Foto: Bei der Vorbereitung der diesjährigen Sonderausstellung des Stadtmuseums Zwettl helfen auch die Fachgruppen „Bau“ und „Holz“ der Polytechnischen Schule Zwettl fleißig mit - im Bild Roland Wernhart (Fachbereichsleiter Bau, stehend 2. v. re.), die Schüler Alexander Rehrl, Peter Huber, Michael Hahn, Florian Homolka und Markus Bauer sowie Stadtarchivar Friedel Moll (re.) und Obmann-Stellvertreter Dir. Franz Fichtinger (li.) vom Zwettler Museumsverein.
16.04.2010
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