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Zwettl besitzt ein Krankenhaus in einer schönen, ruhigen Lage auf dem Propsteiberg, das 1979 in Betrieb genommen wurde und seitdem eine wichtige medizinische Zentralfunktion im Waldviertel erfüllt. Dem Krankenhaus ist die Schule der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege (Krankenpflegeschule) angeschlossen. Am 14. Oktober 2002 war Baubeginn für den lang ersehnten Zu- und Umbau des Landesklinikum Waldviertel - Zwettl, der in zwei Etappen erfolgte: der Zubau wurde am 10. Juli 2004 seiner Bestimmung übergeben, der Umbau des Altbestandes erfolgt zur Zeit. Am 12. Dezember 2005 beschloss der Gemeinderat der Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, das Krankenhaus Zwettl dem Land Niederösterreich zu übergeben. Seit 1. Jänner 2006 betitelt es sich als Landesklinikum Waldviertel Zwettl.
Die medizinische Versorgung wird überdies durch praktischen Ärzte (wobei zwei Ärzte auch eine Ordination für homöopathische Medizin betreiben), Zahnärzte sowie Fachärzte für Augenheilkunde/Optometrie, Chirurgie, Dermatologie, Geburtshilfe/Gynäkologie, Hals/Nasen/Ohren, Innere Medizin, Kinder/Jugendheilkunde, Neurologie/Psychiatrie, Orthopädie/orthopädische Chirurgie, Radiologie und Urologie gewährleistet. Weiters gibt es ein Ambulatorium für Computer- und Magnetresonanztomographie.
In Zwettl wurde am 13. Oktober 2005 ein in 17-monatiger Bauzeit errichtetes und in der Nähe des Krankenhauses gelegenes Gesundheitszentrum eröffnet, das auf drei Etagen unterschiedliche Angebote zum Thema Gesundheit bietet. In dem neuen Gesundheitszentrum sind ein auf Orthopädie spezialisiertes medizinisches Fachgeschäft, ein Ambulatorium für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie mehrere Facharztordinationen untergebracht. Bei den im neuen Zentrum untergebrachten Fachärzten handelt es sich um einen Chirurgen, einen Gynäkologen, zwei Internisten und zwei Fachärzte für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Insgesamt sind in dem Zentrum 27 MitarbeiterInnen tätig.
Zwettl verfügt über ein zentral gelegenes Seniorenzentrum und Pflegeheim, das Menschen ab mittlerem Lebensalter vom Wohnen bis zur Pflege ein umfassendes Dienstleistungsangebot bietet und von der Zwettler Bürgerstiftung unter dem Namen „Seniorenzentrum St. Martin“ betrieben wird. Im Jahr 2005 wurde der Neubau des Objektes mit Sanierung eines Altbauteiles nach mehreren Bauetappen fertiggestellt. Das Haus verfügt über 110 Langzeitpflegebetten, 3 Kurzzeitpflegebetten sowie ein integriertes Tageszentrum. Die Errichtung einer Wohnanlage für Betreutes Wohnen beim Pflegeheim ist in Planung. Die zentrale Lage des Objektes im Stadtgefüge von Zwettl ist für Senioren äußerst günstig, da sie die Voraussetzung für soziale Kontakte geradezu ideal erfüllt. Das städtische Leben kann so bis in die Räumlichkeiten des Seniorenzentrums pulsieren.
Direkt neben dem Krankenhaus gelegen und mit Blick auf die Stadt Zwettl bietet das 1996 eröffnete Landespflegeheim Frohsinn Plätze für 99 Bewohner in zwei Pflegestationen für Menschen mit einem Pflegebedarf ab Stufe 3 des Bundespflegegesetzes und einer Betreuungsstation für Menschen mit einem psychiatrischen Krankheitsbild (Spezialisierung auf Schizophrenie).
Ebenfalls werden Hilfeleistungen für ältere und kranke Menschen von der Sozialstation des NÖ Hilfswerk, von der Volkshilfe Niederösterreich und von der Caritas angeboten wie folgt: Hauskrankenpflege, Haushilfe, Familienbetreuung, Notruftelefon, Essen auf Rädern, Verleih von Rollstühlen, Krankenbetten und anderen Hilfsmitteln. Außerdem haben sich in Zwettl eine Frauenberatungsstelle, Männerberatung, eine Beratungsstelle des psycho-sozialen Dienstes sowie eine Tagesheimstätte, eine Werkstatt und ein Wohnhaus für Behinderte der Caritas der Diözese St. Pölten etabliert. Die Gesellschaft für ganzheitliche Förderung und Therapie GmbH betreibt in der Propstei 44 ein Ambulatorium für ganzheitliche Förderung und Entwicklungsdiagnostik zur Behandlung und Frühförderung von bewegungsbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen (Gesellschaft für ganzheitliche Förderung und Therapie ). Weiters betreibt die Gesellschaft für ganzheitliche Förderung und Therapie in der Brunnengasse 9 eine Tageseinrichtung für cerebral bewegungsgestörte und mehrfach behinderte Erwachsene.